Tag 6: Von Bojen und Painkiller

Start: Little Harbour
Ziel: Little Harbour

Heiß auf Großsegel!

Nachdem wir uns tags zuvor mit Hummer vollgefressen hatten geht’s weiter auf große Fahrt. Heutiges Tagesziel ist vermutlich das, worauf ich mich persönlich am meisten gefreut hab: Die Soggy Dollar Bar in White Bay!

Die Bar hat ihren Namen von einer Segler-Tradition: Man ankert in White Bay und schwimmt dann an den Strand. Sein Geld steckt man sich dazu in die Badehose. Seinen Cocktail bezahlt man dann dort in bar mit – richtig! – triefnassen Dollar-Scheinen, welche die Angestellen dort dann auf Wäscheleinen zum Trocknen aufhängen.

Zuvor mussten wir uns aber einer anderen Herausforderung stellen: White Bay ist nicht nur für die Soggy Dollar Bat berühmt, sondern auch berüchtigt für die geringe Wassertiefe von ca. 3 m und für das Riff, welches die Bucht umgibt und dem Segler nur zwei Stellen lässt, über die man mit seinem Boot in die Bucht kommt.
Beeindruckt und gleichzeitig eingeschüchtert von der Wassertiefe waren wir natürlich sehr übervorsichtig bei unserem Anleger an der Boje – schließlich hätten wir ja auf Grund gehen können (ihr erinnert euch vielleicht an unseren Zwischenfall an Tag 3). Nur: Als es plötzlich schepperte, Plastiktrümmer unter unserem Boot auftauchten und die Boje nicht mehr aufzufinden war, hatten wir ein anderes Problem als die Gefahr auf Grund zu gehen – Die Tatsache dass sich die Festmachertrosse der Boje um unsere Schraubenwelle gewickelt hatte machte ein Fortkommen unmöglich. Nur irgendwie musste die Trosse da wieder weg!

Ein weiteres Kapitel von: Jörg repariert.
Wer diesen Blog aufmerksam verfolgt wird irgendwann feststellen, dass kein Törn vergeht ohne dass Jörg etwas reparieren muss an Bord. In diesem Fall war meine erlauchte Aufgabe runterzutauchen und die Schraube frei zu bekommen. Ein delikates Unterfangen wenn man an all die Geschichten denkt in denen Tauchern von Schiffsschrauben Gliedmaßen abgetrennt wurden – wenn sie Glück hatten!
Nun gut, nach einigen Apnoe-Tauchgängen und einem vorausgehenden Sicherheitshinweis („NIEMAND GEHT MIR AN DEN GASHEBEL!“) war die Trosse aus der Welle. Und wo ich grad da unten war wurde gerade noch schnell eine Leine durch die Bojenkette gezogen, mit der wir dann unser Boot fachgerecht vertäuen konnten.

Zeit für die Soggy Dollar Bar. Diese Bar könnte sogar noch idyllischer sein, wäre sie nicht voll von amerikanischen Touristen (wer sich überzeugen will: Die Bar hat sogar eine eigene Webcam, die live überträgt). Aber sie wartet auch mit einer phänomenalen Erfindung auf, dem Painkiller Cocktail. Dieses Getränk besteht aus Ananas- und Orangensaft, Coconut Cream und Pusser’s Old Navy Rum, einer Priese Muskatnuss obendrauf und dem Potential einen erwachsenen Mann aus den Socken zu hauen 🙂
Des weiteren ließ sich die Zeit dort sehr gut mit dem „Ring-Game“ verbringen sowie mit „Shut the Box“, einem Würfelspiel dass Fabian und ich ausgiebig getestet und für tauglich befunden haben.

Beenden wollten wir den Abend eigentlich in Great Harbour, um noch einen Absacker in Foxy’s Bar zu nehmen (Foxy ist, so berichten Reiseführer, eine Legende auf Jost van Dyke). Leider ereilte uns dort ein Schicksal dass scheinbar typisch ist für die B.V.I.s – keine Boje mehr frei.
Blieb uns nur ein Ausweg – zurück nach Little Harbour, um dort die Nacht zu verbringen.

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Tag 5: Von Traumständen und Krustentieren

Start: Cane Garden Bay
Ziel: Little Harbour

War das eine Nacht… genauso wie die Kanadier im Boot neben uns mussten auch wir erstmal ordentlich ausschlafen.

Hier vielleicht ein kleiner Abstecher zum Tag/Nacht-Rhythmus der Karibik: Wenn man sich hier auf eines verlassen kann, dann auf den Sonnenauf- und Untergang. Pünktlich um kurz vor 7 geht die Sonne hier auf, kurz nach 6 geht sie unter; und lässt sich dabei nicht gerade viel Zeit. in vielleicht 15 Minuten ist es plötzlich taghell, genauso schnell ist es nachts plötzlich stockdunkel. Wer gerne Bilder von malerischen Sonnenuntergängen macht muss sich hier also beeilen 🙂

Sandy Cay

Sandy Cay

Aber weiter im Text: Hoch die Segel, weiter geht’s, und zwar zu einem außergewöhnlich hübschen Stückchen Insel: Sandy Cay. Der Name ist Programm.
Nach dem Anlegen von diesem winzigen Eiland ging’s für uns ab in’s Wasser – denn wir sind zu der Insel geschwommen.

Dort erwartete uns ein kleines unbewohntes karibisches Paradies. Denn die Insel ist seit 2008 ein Nationalpark. Um die Insel führt ein kleiner Wanderweg, der das Sehenswerteste der Insel hervorbringt – quasi fast alles. Hier ist die Insel von der man erwartet, dass hier in einem Piraten-Schinken ein meuternder Matrose ausgesetzt wurde. Ich könnte noch stundenlang erzählen, wie traumhaft dieses kleine Stück Land ist, aber es würde dem Anblick nicht gerecht.

Nach einer kleinen Fotosession (hey, wann hat man mal wieder die Gelegenheit?) ging’s zurück an Bord und auf nach Jost van Dyke, genaugenommen in die Bucht Little Harbour. Warum genau hier? Wegen dem zweiten Highlight des Tages…

Jost van Dyke ist benannt nach einem niederländischen Piraten; und es ist berühmt für seine Hummer. Und genau deswegen sind wir hier: Cynthias Restaurant soll berühmt sein für die Hummer. Und was waren das für Monster! Ein halber Hummer war mehr als ausreichend um einen erwachsenen Mann satt zu bekommen. Und sie waren leeecker!
Und nicht nur das Essen hier war toll. Auch Cynthia die Gastgeberin, eine sympatische nette Frau, war an sich schon eine Attraktion.Karibik2014_Tag5-2

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Tag 4: Die Vollmond-Nacht

Start: Soper's Hole
Ziel: Cane Garden Bay

Hoch die Segel, los geht’s auf große Fahrt! Naja… in die Nachbarbucht.

Karibik2014_Tag4-1Cane Garden Bay ist allerdings für eine Sache besonders berühmt: Für die Full Moon Parties! Also haben wir hier in der Bucht angelegt und und gleich einmal mit unseren neuen Nachbarn ein wenig fraternisiert – Im Boot neben uns waren nämlich ein paar Kanadier unterwegs.
Das schöne an so einer Boots-Fahrt ist ja immer, dass man auch noch genug Platz im Cockpit hat, um die Nachbarn vom anderen Boot auf einen Kaffee oder ein Bier zu sich einzuladen.

Am Abend ging’s dann an Land, zu „Bomba’s Shack“. Man sagte uns, dass Bombas Hütte, die er aus Treibgut am Strand zusammengezimmert haben soll (und genauso sah’s auch aus) der Place to Be für Full Moon Parties sei. Und das wir Mushroom-Tea trinken sollten – ein Gebräu das angeblich auch psychotrope Pilze enthält und DAS Standardgetränk für enthemmtes Full-Moon-Gefeiere sein soll. Unser Feldversuch zeigte uns allerdings: Es schmeckt nicht wirklich gut und auch nach 2 Bechern fühlte sich keiner von uns wirklich high…

Dafür haben wir einen Bekannten wiedergetroffen! Michael, unser Mariniero aus Maya Cove, war über die Maßen erfreut uns wiederzusehen. Uns auch für uns war das ein Glücksfall: Denn Michael war ein Freund von Bomba, dem Eingangs erwähnten Besitzer der Strandbar, mit dem er uns sehr gerne bekannt gemacht hat.

Habe ich erwähnt: Die B.V.I.s sind ein Schnorchler-Paradies

Habe ich erwähnt: Die B.V.I.s sind ein Schnorchler-Paradies

An dieser Stelle zeigt sich übrigens auch die Gastfreundschaft der Kariben: Michael, unser Mariniero, der Einheimische der vermutlich deutlich weniger Geld verdient als jeder von uns, sah es als selbstverständlich an UNS, die europäischen Touristen, zu diversen Drinks einzuladen (der misstrauische Tourist unter den Lesern wird nun scharf die Luft einsaugen, aber nein, kein Haken daran).

Während der Großteil von uns sich von den Kanadiern (die wir logischerweise auch wiedergetroffen haben) sich aufs Boot bringen hat lassen, stand für Anne und mich noch ein Abenteuer an: Michael hatte uns nämlich angeboten, dass er uns noch die Insel zeigt. Und was für ein Abenteuer das war. Mit seinem Jeep hat er uns über die halbe Insel kutschiert, hin und wieder ist er von der Straße abgebogen, nur um uns mitten im Dschungel die Ruinen eines alten holländischen Forts zu zeigen oder aber uns eine malerische Aussicht über Road Town bei Nacht zu bieten. Freunde, es war atemberaubend!
Zum Schluss wollte er uns noch einen Club in Road Town zeigen. Als sich dieser dann als Bordell herausstelle, haben wir ihn dann allerdings freundlich gebeten, uns wieder zu unserem Dingi zurück zu bringen – was er auch anstandslos gemacht hat.

Um drei Uhr nachts war also die ganze Crew wieder an Bord – und in den Kojen.

 

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Tag 3: Auf geht’s!

Start: Maya Cove Marina
Ziel: Sopers Hole

Leinen los, auf geht’s! Es wird Zeit karibische Gewässer zu erkunden!
Leider gestaltet sich dieser Plan als etwas schwieriger als gedacht… denn die Ausfahrt aus der Marina ist sehr flach…. seeeehr flach.

Karibik2014_Tag3-2Und auch wenn wir uns präzise an die Anweisungen der Marina-Crew gehalten haben… war da dann doch diese Sandbank. Somit wurde unsere große Fahrt erstmal verzögert. Mit viel Drängen und Schieben haben wir die Great Pleasance dann zwar wieder frei bekommen, dennoch mussten wir erstmal wieder zurück an den Steg… den Kiel auf Schäden überprüfen.

Schäden haben wir keine gefunden… dafür aber, dass unser Kiel größer ist als in den Papieren steht – und damit unser Tiefgang um ganze 20 cm größer. Ups…

Um weitere solche Probleme zu vermeiden haben wir dann doch einen Marina-Mitarbeiter ans Steuer gelassen bis wir aus der Bucht raus waren. Soll lieber der schuld sein 😛

Unser erster Schlag führt uns bis nach Sopers Hole, einer malerischen Bucht am Westende von Tortola. Ein bisschen werden hier Karibikträume wahr… kleine bunte Häuser mit weißen Balkonen, Palmen… man erwartet fast, dass Guybrush Threepwood vorbei kommt…

Soper's Hole, eine fast schon klischeehafte Siedlung

Sopers Hole, eine fast schon klischeehafte Siedlung

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Tag 2: Segeln will vorbereitet sein…

Start: Maya Cove Marina
Ziel: Immer noch Maya Cove Marina

Segeln geht natürlich nicht, wenn das Boot noch leer ist! Also folgt das unweigerliche Einkaufen!
Das ist auch der Zeitpunkt, an dem wir Toman kennen gelernt haben. Toman ist Taxifahrer – und ein Musterbeispiel für karibische Gelassenheit. Außerdem ist seine Ortskenntnis Gold wert. Er wusste nämlich, wo wir eine Gitarre kaufen können! Gesagt, getan, Klampfe gekauft – denn nur so segelt es sich richtig stilvoll 😉

Karibik2014_Tag1-1

Jörg im Glück: Pusser’s Old Navy Rum, 10$ die Flasche

Außerdem hat er nützliche Tipps für uns wenn es um’s einkaufen geht. Zum Beispiel der Hinweis, alles was wir in größeren Mengen brauchen im Cash&Carry zu kaufen, nicht im regulären Supermarkt. Bestes Beispiel: 3 Flaschen besten karibischen Rum (Pusser’s Old Navy Rum) für insgesamt 30$. Wen’s interessiert kann gern mal nachschauen was der in deutschen Getränkemärkten kostet 😉
Ansonsten war der gute Toman auch noch ein sehr geduldiger Mensch: Ihr seid mit Einkaufen nicht nicht fertig? Kein Ding, ich wart auf euch, ich kauf mir derweil Lunch. Ihr seid immer noch ned fertig? Kein Ding, ich helf euch!

Natürlich nutzen wir die Gelegenheit, noch ein wenig Road Town zu besichtigen, die Hauptstadt der British Virgin Islands. Hübsches Städchen, schöne Häuschen in bunten Farben, was uns aber auch auffällt: Es wirkt alles kleiner als bei uns in Europa. Kein Wunder, auf den gesamten BVIs leben auch nur 32 000 Menschen…

Und am Abend natürlich noch etwas sehr Obligatorisches: Painkiller trinken! Was das ist? Dazu kommen wir noch…

Road Town

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Tag 1: Die Anreise

Start: Deutschland
Ziel: Maya Cove Marina

Ha! Damit hattet Ihr, liebe Leser, nicht mehr gerechnet, nicht wahr?
Nunja, besser spät als nie folgen die Berichte zum Karibik-Törn!

Los geht’s wie jeder Törn in good old Germany. Ein langer weg steht uns bevor und für 90% der Crew (also alle außer mich) beginnt er in München, wohingegen ich von Bremen aus starte.

Erstes Zwischenziel: Der Flughafen in Paris. Ein riesen Teil und enorm unübersichtlich. Von hier aus dann der lange Schlag – Nach Saint Martin, dem Dreh- und Angelpunkt der Karibik und gleichzeitig offiziell ein holländisches Außengebiet.

Tortola selbst – bzw. der Flughafen Beef Island – wird nur von Liat angeflogen, und zwar mit Propellermaschinen. Schöne Abwechslung.

Das Einreisen in die British Virgin Islands gestaltet sich als langwieriger als wir dachten – erstmal muss ein Visum beantragt werden durch Ausfüllen des zugehörigen Antrags. Anschließend ab ins Taxi und los nach Maya Cove, wo unser schwimmendes Heim für die nächsten zwei Wochen auf uns wartet: Die Grand Pleasance.

Pluspunkt: Unser schwimmendes Heim hat elektrische Klospülungen. Segler werden dies zu wertschätzen wissen 😉

Die Karibik stellt sich vor mit einem Traumhaften Sonnenuntergang

Die Karibik stellt sich vor mit einem Traumhaften Sonnenuntergang

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Die Ruhe vor dem Sturm

Na gut, auf Sturm wollen wir alle nicht hoffen…

Nichts desto trotz, wir sitzen auf gepackten Koffern. Morgen geht ’s los in unser karibisches Abenteuer und wir sind alle mächtig aufgeregt.

Um das Warten für mich zu verkürzen hier ein paar Fakten über unser Segelgebiet:
Die „British Virgin Islands“ sind ein britisches Überseegebiet in der Karibik und liegen am nördlichen Ende der kleinen Antillen.  Offiziell unterstehen die der Souveränität des Vereinigten Königreichs, sind aber nicht Teil dessen und damit auch kein Teil der Europäischen Union (was schön gewesen wäre, denn dann hätt ich keinen neuen Reisepass gebraucht). Dafür haben sie von den Engländern den Linksverkehr. 😉
Interessanterweise ist die Währung der BVIs der US-Dollar, bedingt durch seine Nähe zu den vereinigten Staaten; die Mehrheit der Touristen kommt auch von dort. Tatsächlich stammen übrigens der größte Anteil des Staatseinkommens nicht aus dem Tourismus, sondern von Briefkastenfirmen: 50% des Gesamteinkommens stammt von US-Firmen.

Mehr vor Ort. Der regelmäßige Leser wird wissen, dass ich für gewöhnlich versuche, täglich einen Beitrag zu veröffentlichen. Ich muss an dieser Stelle mitteilen dass ich nicht weiß ob ich wirklich täglich Internet finden werde… aber ich geb mir Mühe 🙂

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Herzlichen Glückwunsch!

Ich möchte hiermit mein Schwesterherz Bettina herzlich beglückwünschen zum bestandenen Sportseeschifferschein!

Herzlichen Glückwunsch, du hast es dir verdient 😉

 

Herzlichen Glückwunsch!

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Tag 6

Start: Cabrera
Ziel: Marina Balear, Palma de Mallorca
Strecke: 27,32 nm
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Der Aufstieg zum Kastell

Der letzte Tag auf See ist angebrochen… Früh haben wir uns aus den Kojen gequält, denn bevor es zurück geht wollten wir ja noch die Insel und damit das Kastell erkunden! Also ab mit dem Dingi ins Wasser und an Land! Wird ja auch Zeit dass wir mal die Bucht mit unserem Außenboarder nerven, uns nicht immer nur umgekehrt 😉
Nach kurzem Aufstieg war das Kastell auch erreicht und bot uns einen wunderbaren Ausblick auf die Bucht und unser Boot, das friedlich darin an der Boje lag. Leider war es uns aber nicht möglich, bei dem Bäcker an der Insel frisches Brot zu kaufen – nur gegen Vorbestellung. Also wieder zurück an Bord und ablegen zum letzten Teilstück der Strecke!

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…belohnt uns mit toller Aussicht.

Mit Amwindkurs und durchschnittlich 5 Knoten haben wir uns dann unseren Weg zurück nach Palma de Mallorca gebahnt, da das Boot um 17:00 wieder zurück beim Vercharterer sein sollte. Leider konnten wir bei dem Wind nicht direkt in die Bucht segeln, also mussten die letzten 5 Seemeilen unter Motor zurück gelegt werden. Nebenbei haben wir unsere badenser Freunde überholt 😉

Nach der obligatorischen Schiffsübergabe und dem Auftanken war das Boot dann damit für’s erste heimgekehrt und wir reif für eine Dusche – überall Meersalz (der Beauty-Freak lasse sich gesagt sein: Es ist nicht so angenehm und heilsam wie es einem oft verkauft wird).

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Volle Kraft Richtung Palma!

Mit der Erkenntnis, dass wir noch viel zu viel Lebensmittel übrig haben, sieht unsere Abendplanung ein Mahl von der Resterampe vor, gefolgt von einem Trip in eine Cocktailbar – auch wenn wir schon einstimmig beschlossen haben: Alt werden wir nicht mehr, immerhin müssen wir morgen um 8:30 das Boot räumen.

Das war’s von unserem Törn, werter Leser, wir sehen uns wieder beim Abgesang und ich verabschiede mich mit einem freundlichen „Adios!“

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Tag 5

Start: Cala d’Or
Ziel: Cabrera
Strecke: 21,66 nm

 

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Castello de Cabrera

Kurz haben wir überlegt, ob wir Cala d’Or überhaupt verlassen sollten. Immerhin is die Stadt schön, das Essen gestern war gut, die Nachbarn nett… Aber andererseits wollen wir ja Cabrera sehen. Also sind wir schließlich doch aufgebrochen und haben uns auf den Weg gemacht. Mit mäßigem Raumen Wind dümpelten wir dahin, Richtung Süden. Da das Wetter zwar strahlend schön war, allerdings der Wind uns etwas im Stich gelassen hatte, haben wir den Großteil des Weges unter Motor fortgesetzt.

Cabrera erwießt sich als echtes Goldstück auf der Strecke. Einziger Wermutstropfen: Die Boje, die wir vorab für viel Geld per Internet reserviert hatten war leider schon von einem polnischen Segler belegt, sehr zu

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Profis am Werk. Hier: An der Boje anlegen

unserem Missfallen. In unserer Not haben wir uns dann auf die Nachbarboje verlegt, die zum Glück auch den restlichen Tag von keinem anderen Boot beansprucht wurde.

Oh, da fällt mir noch ein Wermutstropfen der Bucht von Cabrera ein: Ungelogen alle 5 Minuten braust irgendjemand mit seinem Dingi durch die Bucht, natürlich nur stilecht mit einem lauten, nervigen Außenboardern selbstredend.

Nichts desto trotz ist die Bucht malerisch… von der einen Seite der Sonnenuntergang, von der anderen das aufkommende Mondlicht, dabei Abendessen und Sekt an Deck. So muss Segelurlaub sein… auch wenn’s leider morgen schon zurück nach Palma geht.

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