Tag 11: Im Strom der Gezeiten

Start: 59°31'N 003°23'W
Ziel: Kirwall, Orkney Islands
Strecke: 274 sm (von Thorshavn aus)

Ich bin kein Freund von Tidenberechnung und allem was damit zu tun hat. Daher habe ich Gewässer in denen Flut, Ebbe und Strömung eine signifikante Rolle spielen immer gerne gemieden. Aber heute wurde ich damit wieder ein bisschen versöhnt…

Land in Sicht!

Der Wind hat immer noch nicht gedreht, die Curieux stampft immer noch tapfer gegen Wind und Welle durchs Wasser. Wir sind genervt von dem geringen Fortschritt. Die Fahrt erscheint uns quälend langsam. Zumindest das Wetter ist etwas besser: Die Sonne scheint.

Gegen 18:00 fahren wir in den Westray Firth ein – und etwas passiert, das unsere Laune hebt.

Das Timing scheint perfekt, denn die hier vorhandene Meeresströmung fließt zu dieser Zeit genau nach Westen und zieht uns mit 8 Knoten (Fahrt über Grund) mit Richtung Kirkwall. Die letzten 20 sm legen wir also schnell zurück. Auf der Fährstrecke finden wir den Weg durch die Untiefen und in den Hafen von Kirkwall. Um 21:30 legen wir an und sind fröh endlich hier zu sein. Um das zu feiern beschließen wir einen Pub aufzusuchen (Skipper’s). Die Spannung der letzten Tage fällt von uns ab, das Bier schmeckt und die Stimmung ist gut.
Weil der Pub um diese Uhrzeit kein Essen mehr serviert greifen wir später noch unsere imensen Nudelvorräte an und laben uns an einem Kilo Spaghetti mit Pesto.

Nach ein paar Runden Whisky in angenehmer Runde sinken wir schließlich glücklich und entspannt in die Kojen. Morgen liegt noch ein letzter Schlag vor uns: Die Strecke nach Inverness.

 

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Tag 9+10: Gegenwind

Start: Thorshavn
Ziel:  59°31'N 003°23'W

Noch einmal eine ruhige Nacht im Hafen von Thorshavn. Der Wecker klingelt früh, denn eigentlich wollen wir früh los. Da das Wetter aber noch sehr nach Sturm klingt zögern wir die Abfahrt hinaus, was bei einem unserer Mitsegler für Unmut sorgt – aber der Skipper entscheidet letzten Endes.

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Der Gesichtsausdruck lässt meine Meinung zum Wetter erahnen

Um 10 Uhr geht’s dann zur Tankstelle (was sich später noch als notwendig herausstellen sollte). Und dann geht die wilde Jagd los.

Laut Wetterbericht sollten wir erst Wind von West, am nächsten Tag dann von Südwest haben. Wir beschließen also den ersten Tag möglichst viel Strecke nach Süden zu machen um dann mit dem SW-Wind auf die Orkneys zu kommen.
Zunächst geht der Plan auf: Auf einem bequemen Halbwindkurs machen wir gute Fahrt und gewinnen an Höhe. Doch der nächste Tag hält eine unangenehme Überraschung bereit; Der Wind dreht zwar und nimmt noch zu – aber von Südosten! Und genau da wollten wir eigentlich hin.
Es hilft nichts: Segel runter, Motor an und gegen den Wind an.
Das Boot stampft durch die Wellen die uns von vorne entgegen schlagen und wir machen kaum Fahrt über Grund – gerade mal 2-3 Knoten. Und der Wind macht keinerlei Anstalten zu drehen. Mühsam quälen wir uns also übers Wasser.
Die Stimmung ist angespannt, da wir alle von der Situation genervt sind. Müdigkeit kommt noch dazu, denn bei dem Stampfen und den Wellen die von vorne gegen den Rumpf donnern ist an Schlaf nicht zu denken…

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Sonnenuntergang über dem Atlantik

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Tag 8: Hafentag auf den Färöer

Start: Thorshavn
Ziel:  Thorshavn

Endlich wieder einmal ruhig geschlafen. Die Nacht war ein Segen nach der langen Überfahrt von Island hierher. Und so können wir frisch ans Werk, denn es gibt einiges zu tun!

Zuerst aber mal ein ausgiebiges Frühstück. Darauf hatten wir uns schon gefreut. Dann an die Arbeit. Die Bilge war von der Überfahrt noch voll Wasser, also musste die erstmal leergepumpt werden – was nicht so leicht war, denn scheinbar zog die Bilgenpumpe nicht an. Nachdem wir uns erstmal mit dem Aufsaugstutzen der Motorbilge beholfen hatten mussten wir auf die Suche gehen. Als wir dann den Lenzkorb der Hauptbilge gefunden hatten stellen wir fest dass der Schlauch dazu wohl verstopft sein musste. Kurzerhand wurde dieser abmontiert, durchgepustet und dann konnten wir endlich das restliche Wasser loswerden.

Während dessen tat der Heizlüfter (dank Landstrom einsetzbar) wahre Wunderwerke beim Trocknen des Bootes.

Die Glanzleistung des Tages vollbrachte einer unserer Crewmitglieder, indem er an einem Sonntag den Sohn des Betreibers eines örtlichen Batteriehändlers aufgetrieben hatte, so dass wir für die Curieux einen Satz neuer Batterien erwerben konnnten! (Ihr erinnert euch vielleicht dass unsere Batterien immer nach 2 h den Geist aufgegeben hatten und wieder geladen werden wollten).
Mit neuen Bordbatterien war uns schon bedeutend wohler.

Da bei unserer Genua eine Naht aufgegangen war mussten wir auch hier tätig werden. Da wir nicht hofften auch noch einen Segelmacher auftreiben zu können an einem Sonntag haben wir kurzerhand beschlossen, die Sturmfock vorzubereiten. Dazu mussten wir das separate Vorstag spannen und das neue Segel dort anschlagen.

Nun war die Curieux bereit für eine weitere Fahrt.
Die Frage war nur: Wohin? Denn eigentlich hatten wir geplant die Shetland-Inseln anzulaufen. Als wir aber die Distanzen kurz überschlagen und die Windvorhersagen geprüft hatten wurde uns klar – Das wird knapp. Wir sollten ja spätestens Freitag in Inverness einlaufen.
Also haben wir kurzerhand beschlossen, die Shetland-Inseln auszulassen und morgen direkt Kirkwall auf den Orkney-Inseln anzusteuern. Wind sollte Montag von Westen kommen und Dienstag dann auf Südwest drehen – somit ideal im direkt auf die Orkneys zu kommen.

Zu guter Letzt blieb noch Zeit für eine kleine Sightseeing-Tour über die Insel. Interessantes Fleckchen – kleine Häuser, die Stadt (immerhin die Hauptstadt) auf eine sehr große Fläche ausgebreitet. Auch das Parlament haben wir gesehen; in dem kleinen Häuschen mit Graßdach wirkt es eher unscheinbar. Es ist kühl und windig. So sieht Hochsommer hier also aus.

Nach einem ausgiebigen Abendessen gönnen wir uns nochmal alle eine heiße Dusche und begeben uns dann ins Bett. Morgen geht der Wecker um 6 Uhr und wir wollen früh los.

 

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Tag 4-7: Große Überfahrt

Start: Heimaey, Vestmnnaeyjar
Ziel: Thorshavn, Färöer-Inseln
Strecke: 560 sm

Zeit für den großen Schlag über den Nordatlantik!
Der Übersicht halber habe ich beschlossen diesen Abschnitt der Reise in eine Seite hier zusammenzufassen.

Rudergehen bei schwerem Wetter.

Schon bald weicht der klassische Tag-Nacht-Rhythmus (Nacht gibt es wie schon erwähnt hier ja sowieso nicht richtig) dem Turnus der Wachschichten. Zwei Stunden Wache (das bedeutet Wind und Kurs kontrollieren), danach 6 Stunden frei, die man je nachdem schlafend, lesend oder essend verbringt. Gegessen wird kalt, Snacks, was halt so da ist und keiner großen Zubereitung bedarf; die ist bei dem Seegang eh kaum möglich.

Die Wachschichten werden gelegentlich unterbrochen von Besuch: Hin und wieder beobachten wir Wale oder Delphine, letztere verfolgen unser Boot immer gerne für eine Weile, vermutlich neugierig wer da so kreuzt. Ansonsten sind wir auf dem Meer die meiste Zeit allein – die ganze Überfahrt sehen wir gerade mal 4 Schiffe auf dem Radar.

 

Wasser, wohin man blickt

Schlafen auf einem Boot in Fahrt ist eine Sache für sich. Nur die (kalte) Bordwand mit ihren wenigen Centimetern trennt einen vom Nordatlantik, der man an einem vorbeigluckert, meist aber kräftig rauscht und ab und an mit schlagenden Wellen gegen den Rumpf donnert. Hinzu kommt noch die Krängung des Bootes; je nach Schräglage ist es auf der Luvseite kaum mehr möglich zu schlafen ohne dabei aus dem Bett zu fallen – deshalb verziehe ich mich ab Freitag auch auf die Bank im Salon.

Der Atlantik zeigt sich von seiner mürrischen Seite; der Himmel ist meist wolkenverhangen, es regnet immer wieder, Seegang mit bis zu 2 m hohen Wellen und wechselnder Wind – stehe ich um 3:30 für meine Nachtwache auf, erwartet mich immer wieder etwas anderes.

Und mehr Wasser…

Freitag nimmt der Wind dann aber nochmal stark zu. Die Curieux saust mit 7-8 Knoten los, hart am Wind, durch die Wellen; Und das trotz drittem Reff am Groß und stark gereffter Genua. Wie liegen enorm schief im Wasser, die Wellen donnern uns entgegen. Immer wieder mal steigt Wasser ins Cockpit ein und läuft auch durch die Luke in den Salon. Auch im Inneren des Bootes wird es feucht, sei es durch die nasse Kleidung, das Schwitzwasser oder die überkommende See – Ab hier beginnt die Fahrt ungemütlich zu werden und uns steht eine anstrengende Nacht bevor.

Irgendwann schaffe ich es dann doch Schlaf zu finden. Als ich aufwache haben wir ein gutes Stück Strecke gemacht und der Wind hat auf ein angenehmes Maß nachgelassen.

Nach vier Tagen ist Land in Sicht.

Erleichtert bringen wir die letzten Seemeilen nach Thorshavn hinter uns und legen dort an.

Die Fahrt – vor allem der Freitag – hat uns alle sichtlich Nerven gekostet und wir sind erleichtert endlich da zu sein.

Nach 4 Tagen Überfahrt kochen wir das erste mal wieder vernünftig und belohnen uns mit Bier und Whisky. Nach einer heißen Dusche in den hafeneigenen Anlagen wird es Zeit die erste ruhige Nacht seit Längerem zu genießen.

 

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Tag 3: Westmänner und Lava

Start: Die See
Ziel: Heimaey, Vestmannaeyjar

Wieder beginnt mein Tag recht früh. Um 6 werde ich geweckt für die nächste Wachschicht. Es ist hell (oh Wunder, hier ist es eigentlich nie dunkel), der Wind hat über Nacht allerdings stark abgenommen und ist nun weg, wir müssen mit Motor weiterfahren. Die Logge hat schlapp gemacht, aber der Kartenplotter verrät uns dass wir noch 30 sm bis zu den Westmännern haben.

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Nichts als Wasser

Das Meer ist LEER. Kein anderes Schiff in Sicht, nur wir auf dem Wasser. Die Fahrt bringen wir dafür aber recht zügig hinter uns und um 11 Uhr laufen wir schließlich in den Hafen von Heimaey ein. Unser Liegeplatz für heute nacht ist in zweiter Reihe, direkt an einem Fischkutter.

Wir frühstücken erstmal ausgiebig mit Eiern und Speck und machen uns dann zu einem Sightseeing-Trip auf.

Inseln_des_Nordens_04-2Die Westmänner sind genau wie der Rest Islands vulkanischen Ursprungs. in den 70ern gab es hier auf Heimaey einen Vulkanausbruch, der mehrere Monate wütete und die Bewohner zur Flucht zwang. Nur ganz knapp wurde die Hafenzufahrt NICHT vom Lavastrom verschlossen – Heimaey ist Islands größter Fischereihafen und das wäre der Tod für das Geschäft gewesen.

Wir wandern den Vulkan hinauf und genießen die Aussicht.
Zum Schluss noch ein leckeres Abendessen.

Morgen geht es zum großen Schlag:
Die nächsten drei Tage segeln wir zu den Färöer-Inseln. Über 300 sm trennen uns von unserem Ziel, aber wir sind guter Dinge.

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Tag 2: Auf zur See!

Start: Reykjavik
Ziel: auf dem Weg zu den Westmännern
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Ein letztes Bild von Reykjavik.

Unser Tag beginnt um 7 Uhr in der Frühe mit ausgiebigem Frühstück. Anschließend heißt es Klar Schiff machen: Alles Unnötige wird verstaut, das Boot seefest gemacht. Ab ins Ölzeug und dann los!

Wir verlassen den Hafen von Reykjavik, erstmal Richtung Westen um aus der Bucht zu kommen. Um Gardskagir herum und dann an der Südküste entlang in Richtung der Vestmannaeyjar. Läuft alles nach Plan und lässt uns der Wind nicht im Stich sollten wir um 6:00 in Heimaey sein.

Damit die See uns auch gewogen ist, haben wir natürlich ein Opfer dargebracht (wir hoffen die See mag Bacardi).

Der Ausblick ist faszinierend: Während wir an Backbord noch die Höhenzüge von Island sehen, erstreckt sich an Steuerbord bereits der Nordatlantik in voller, weiter Pracht.
Die Stimmung ist gut, wir sind alle froh und glücklich, endlich unterwegs zu sein.
Leider haben wir allerdings auch scheinbar Probleme mit den Bordbatterien: Die Spannung fällt rasch und so sind wir gezwungen alle paar Stunden den Motor mitlaufen zu lassen.

Meine letzte Wache heute ist von 22 bis 0 Uhr. Und ich werde belohnt mit einem atemberaubenden Sonnenuntergang und wenige Minuten später mit dem Aufgang des Mondes…

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Tag 1: Reykjavik

Start: Reykjavik
Ziel: Reykjavik

Stelle sich heraus: Der Whisky, den wir tags zuvor an Bord gefunden hatten war für den Skipper bestimmt o.O

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Die Hallgrímskirkja in Reykjavvik

Aber bleiben wir chronologisch:
Die erste Nacht rum, gut genächtigt in der Koje, sind wir doch recht früh aufgewacht (immerhin sind wir hier in einer anderen Zeitzone).
Der Skipper kam tatsächlich nach einer eigenen Odyssey heute Nacht um 2:00 Ortszeit an. Nach einem Frühstückskaffee bzw. Tee haben wir uns dann noch einmal zu einer kleinen Runde Sightseeing durch Islands Hauptstadt, kombiniert mit einer zweiten Runde beim Bäcker (Braud & Co, ihr erinnert euch vielleicht noch vom Vortag). Das herrliche Wetter bietet sich fast an dafür.

Der allererste Hafentag kam sehr relaxed daher, mit ein wenig Fachsimpeln, ratschen und ein wenig Siesta. Aber auch mit Planung für die nächsten Tage. Aus dem Logbuch entnehmen wir dass die Vorgängercrew nicht nur jeden zweiten Tag einen Dorsch aus dem Meer gezogen, sondern die Hälfte ihrer Zeit im Hafen verbracht hat. Wir beschließen einstimmig die Zahl der Hafentage gering zu halten, auch wenn wir das eine oder andere Sightseeing-Programm einplanen wollen. Wann kommt man schon mal auf diese Inseln hier…

Morgen geht es weiter zu den Westmännern, einer Strecke von gut 120 sm und 24 h Fahrt, die noch vor uns liegen. Aber es wird Zeit den Hafen zu verlassen und uns der See zu stellen.

Den Tag beenden wir standesgemäß mit einem selbst gekochten Abendessen (aufgrund der Preise in den Restaurants haben wir darauf verzichtet Essen zu gehen).

Vermutlich komme ich morgen Abend nicht dazu etwas online zu stellen, man möge mir das mangels Netz verzeihen 😉

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Anreise

Start: München
Ziel: Reykjavik

Ein langer Anreisetag geht zu Ende.
Begonnen hat er quasi gestern. Nach einer ausgelassenen Geburtstagsfeier in München habe ich mich um 3:00 früh in die S-Bahn Richtung Flughafen gesetzt… und bin erstmal eingeschlafen. Glücklicherweise war die S-Bahn erst 2 Stationen weit in die ANDERE Richtung gekommen als ich wieder aufgewacht bin. Gut, war ich eben 20 Minuten später am Terminal.

Was mir vorher an Schlaf gefehlt hat habe ich dafür auf dem Flug nachgeholt. Der Transfer vom Flughafen nach Reykjavik selbst war eine längere Geschichte. Aber nach 1,5 h Busfahrt war ich dann doch an der Oper von Reykjavik und damit am Yachthafen der Stadt… der aus genau zwei Stegen besteht – sehr überschaubar.

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Meine Kabine für die nächsten 14 Tage

Meine tapferen Mitsegler waren bereits vor Ort und nach einem ersten Kennenlernen haben wir uns der Aufgabe des Einkaufens hingegeben. Glücklicherweise hat die Vorgängercrew etliches an Vorräten zurück gelassen so dass wir darauf recht gut aufbauen konnten. Also haben wir uns durch den örtlichen Supermarkt gehangelt und uns mit etlichen Waren eingedeckt.

Anschließend eine Königsdisziplin vieler Segler: Einkaufswagen „ausleihen“ (die “ deshalb weil der Supermarkt eher nicht wusste dass wir zwei seiner Wagen kurzzeitig entwenden mussten). Man sagt den Bürgern von Reykjavik ja einen gewissen Humor nach (man siehe das Wahlprogramm von John Gnarr), drei erwachsene Männer die zwei voll beladene Einkaufswägen durch die Stadt schieben entlockte den Einheimischen aber eher ein Stirnrunzeln.

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Unser Boot

Nachdem wir unsere Vorräte gebunkert hatten machten wir uns auf den Weg unsere „Leihgabe“ zurück zu bringen. Auf dem Rückweg – jetzt wieder ohne Wägen – waren wir nun noch auf der Suche nach frischem Brot; Letzteres fanden wir dann auch bei Braud & Co, die auch hervorragendes Gebäck führten (ofenfrische, warme Zimtröllchen!).

Einer etwas länger gewordenen Siesta folgte dann ein leckeres Abendessen.
Heute Nacht kommt noch der Skipper, dann sehen wir was der restliche Tag noch bringt.

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Prolog

Die Sachen sind gepackt, ich hocke auf 26 kg Gepäck, verteilt auf einen Rucksack und einen Seesack, das Ticket ist gedruckt.

Zeit für Abenteuer!

Bart Tag0

Heute noch ohne Bart

Und weil das noch nicht genug ist hab ich noch einen für mich selber draufgelegt: Operation Seemannsbart. Die alte Gesichtswolle ab und dann mal sehen wie ich nach 14 Tagen ausseh 😉

GepäckInseltoern

Schwere Last.

Aber damit ich nicht nur über Gepäck und Gesichtsbehaarung rede:
Das Boot trägt den Namen „Curieux“ und ist eine Gib’Sea 442. Ausgestattet ist sie mit 4 Kabinen für insgesamt 8 Personen. Da wir aber insgesamt nur zu Viert sein werden bedeutet das: Eigene Kabine für mich. Bei einem 14-Tage-Törn schon ein willkommener Luxus.

Der Flug hebt um 7:25 ab. Ich bin gespannt, aufgeregt, voller Vorfreude.

P.S.: Bis jetzt hab ich noch keinen Laptop eingepackt, dafür aber ein Heft. Mein Logbuch werde ich also vermutlich erstmal analog führen und erst hinterher digitalisieren… Oder ich pack das Netbook doch noch ein 😉

 

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Die Zeit verrinnt…

Noch 4 Tage, das bedeutet es wird ernst. So langsam sollte ich mir wohl Gedanken machen was ich einpacken soll und wie ich all das Zeug dass mir einfällt in eine Tasche auf 23 kg komprimieren soll.
Oder – noch wichtiger – wie ich es schaffen soll, weiter Blog-Artikel zu schreiben wenn ich unterwegs bin, denn immerhin gibt es auf dem Nordatlantik kaum Mobilfunk.

Daher habe ich mir einen Block gekauft. Auf dem ich dann Die Einträge für den Blog hier schon mal aufschreiben kann und nur noch abtippen muss.

Allerdings finde ich die Vorstellung, mal für eine längere Zeit NICHT erreichbar zu sein – kein WhatsApp, kein Facebook, kein Telefon – auch sehr spannend. Keine Ahnung ob mein Handy in Flammen aufgehen wird vor Überlast wenn ich wieder an Land bin, aber ich denke ihr werdet es mitbekommen 😉

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